Ein Leben für die Raupen

Franz Zagler vom Liebherr-Werk in Telfs schult Fahrer rund um den Globus und überwacht die Montage neuer Geräte vor Ort

Leuchtende Augen

Eigentlich hat Maschinenvorführer Franz Zagler schon alles gesehen. Doch die neue PR 776, die auf der Bauma erstmals präsentiert wird, bringt auch die Augen eines echten Raupen-Profis zum Leuchten.

Einsätze an extremen Orten

Einmal saß Franz Zagler während eines Einsatzes drei Tage und Nächte bei minus 48 Grad in Sibirien fest. Die Reise zu solch extremen Orten werden für ihn gerne mal zum Abenteuer. „Ab und zu muss ich auch auf die Transsibirische Eisenbahn umsteigen. Da kann die Anreise schon zwei bis drei Tage dauern."

Liebe auf den ersten Blick

Begonnen hat alles vor über 30 Jahren – mit einer Planierraupe PR 731 A. „Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich wusste sofort: Die Raupe ist meine Maschine“, schwärmt der bodenständige Steirer, der 1984 im Kundendienst bei Liebherr in Telfs begann.

„Das ist mein absoluter Traumjob“

An die 100 Länder hat der Weltenbummler schon bereist. Und auch wenn Franz Zagler eigentlich schon alles erlebt hat, bringt ihn ein Neuling aus dem Telfer Raupenwerk besonders ins Schwärmen. „Das ist mein Baby“, sagt er über die neue PR 776.

Die größte hydrostatisch angetriebene Planierraupe der Welt

Eine Neuerung des über 70 Tonnen schweren Geräts: Die proaktive Leistungsanpassung ermöglicht, dass die Motorleistung automatisch an die Umgebungsverhältnisse angepasst wird und so Kraftstoff gespart werden kann.

„Die Raupe ist in meinen Augen die am komplexesten zu handhabende Baumaschine und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Ich sehe sofort, ob jemand geeignet ist oder nicht.“

Die Hälfte des Jahres ist Franz Zagler rund um den Globus unterwegs, betreut die Montage von neuen Raupen beim Kunden vor Ort und zeigt, wie die Maschinen optimal eingesetzt werden.

Eine Raupe für daheim

Selbst in seiner Freizeit kann Franz Zagler nicht von „seinen Raupen“ lassen. Derzeit entsteht ein Modell der neuen PR 776 im Maßstab eins zu fünf, mit der er später im heimischen Garten kleinere Planierarbeiten durchführen will. Kürzertreten will er aber noch lange nicht – sein Leben soll noch einige Jahre im Zeichen der Raupen von Liebherr stehen.