Der Standmacher

Seit 1998 verantwortet Werner Haas alle drei Jahre den Aufbau des Liebherr-Messestands auf der Bauma

Eine große Aufgabe

„Richtig gefragt wurde ich eigentlich nie“, sagt Werner Haas. „Ich habe den Job vererbt bekommen und bin dann hineingewachsen.“ Unter Leitung des Schwaben entsteht in München einer der weltgrößten Messestände. Ein große Aufgabe, die ihm viel abverlangt.

Messeauftritt der Superlative

Bereits ein halbes Jahr vor Öffnung der Tore beginnt Liebherr mit den Vorbereitungen auf dem 14.000 Quadratmeter großen Areal. 1.000 Tonnen Stahl werden verbaut, insgesamt 70 Kilometer Kabel verlegt und rund 155.000 Schrauben angebracht. Allein die Glasfassade hat eine Gesamtfläche von 5.700 Quadratmetern.

Der Startschuss

Schon seit November 2015 tummeln sich Teleskoplader, Bagger und Radlader zwischen Liebherr-Turmdrehkranen. Und zwischen Stahlträgern und schwerem Gerät liegt das Kontrollzentrum der Baustelle: der Baucontainer, in dem sich Werner Haas ein kleines Büro eingerichtet hat.

Ein bodenständiger Macher

„Ich bin Aufbauleiter und Koordinator vor Ort“, erklärt Haas, der den kompletten Hochbau verantwortet. Bei ihm laufen alle Fäden auf der Baustelle zusammen. Er überwacht die Arbeiten auf dem Freigelände und stimmt sich mit den Baufirmen und dem Messebauer ab. Und wenn es eng wird, packt er auch selbst mit an.

Winterdienst

Besonders im Winter kann es auf der Großbaustelle ungemütlich werden. Erschwert werden dann vor allem die Arbeiten im Außenbereich auf der späteren Ausstellungsfläche. Bevor zum Beispiel der spezielle weiße Bodenbelag aufgetragen werden kann, muss der Untergrund zunächst erhitzt werden. Das passiert mit einem überdimensionalen Bunsenbrenner.

„Es macht schon sehr stolz, wenn dann alles klappt. Es ist jedes Mal wieder faszinierend, wie hier so etwas Großes entsteht.“

Nach rund zwei Monaten Bauzeit soll das Dach abgedichtet sein, so dass im Anschluss der Innenausbau beginnen kann. Kurz darauf treffen die ersten Exponate auf dem Messestand ein.

Alles im Blick

Erst wenn die letzten Möbel ihren Platz im Pavillon gefunden haben und die Exponate auf ihren Plätzen stehen, kann Werner Haas kurz durchatmen. Dann freut er sich auf viele Bekannte, die er auf dem Messestand treffen wird. „Verstecken kann ich mich hier sowieso nicht“, sagt er noch mit einem Augenzwinkern, bevor er wieder raus auf seine Baustelle muss.